Ab dem 23. Oktober 2026 rückt die Kunsthalle München für gut vier Monate eine Stadt in den Mittelpunkt, die im deutschen Ausstellungsbetrieb bislang eher am Rand vorkam: Barcelona um die Wende zum 20. Jahrhundert. „Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso“ versammelt rund 160 Werke – Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Möbel und Architekturmodelle – und ist nach Angaben des Hauses die erste umfassende deutsche Präsentation des katalanischen Modernisme.
Eine Stadt im Umbruch als roter Faden
Der katalanische Modernisme ist außerhalb Spaniens vor allem über einen einzigen Namen bekannt: Antoni Gaudí, dessen Sagrada Família bis heute das Wahrzeichen Barcelonas ist. Die Münchner Schau stellt ihn in einen breiteren Zusammenhang. Verantwortlich für die Kuration zeichnen laut Kunsthalle Carlos Alonso Pérez-Fajardo, Roger Diederen, Michael Philipp, Nerina Santorius, Franziska Stöhr und Ortrud Westheider – sie erzählen von einer Stadt, die um 1900 durch Industrialisierung, Stadterweiterung und soziale Spannungen in Bewegung geriet und diese Umbrüche in einer eigenen, sinnlich-organischen Formsprache verarbeitete.
Neben Gaudí und dem jungen Pablo Picasso, der einen prägenden Teil seiner frühen Jahre in Barcelona verbrachte, zeigt die Ausstellung Werke von Malern und Architekten, die hierzulande deutlich weniger bekannt sind: Hermen Anglada Camarasa, Ramon Casas, Joaquim Mir, Isidre Nonell und Santiago Rusiñol auf der malerischen Seite, dazu die Architekten Lluís Domènech i Montaner und Josep Puig i Cadafalch – neben Gaudí die beiden anderen großen Namen der katalanischen Moderne-Architektur.
Termine und Öffnungszeiten
- Laufzeit: 23. Oktober 2026 bis 21. Februar 2027
- Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen; laut Kunsthalle jeden dritten Mittwoch im Monat bis 22 Uhr (AfterworkKH)
- Ort: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstraße 8 (in den Fünf Höfen), 80333 München
Tickets
Eintrittspreise waren zum Redaktionsschluss auf der Website der Kunsthalle noch nicht veröffentlicht. Der Vorverkauf läuft über den hauseigenen Ticket-Shop kunsthalle-muc.ticketfritz.de; Details zu Preisen und Ermäßigungen dürften dort näher zur Eröffnung ergänzt werden.
Nach München: weiter nach Potsdam
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum Barberini in Potsdam, das die Schau im Anschluss von März bis Juni 2027 zeigt. Für ein Haus, das sich zuletzt mit großen kulturhistorischen Themenschauen wie „Haar – Macht – Lust“ positioniert hat, ist „Barcelona moderna“ der nächste Blockbuster in einer Reihe, die weniger auf Einzelkünstler-Retrospektiven setzt als auf Epochen- und Stadtporträts.
Lage & Anfahrt
Die Kunsthalle liegt mitten in der Fußgängerzone der Fünf Höfe, fußläufig vom Marienplatz und vom Odeonsplatz. Mit U- oder S-Bahn ist die Haltestelle Marienplatz oder Odeonsplatz die naheliegende Station, von dort sind es nur wenige Gehminuten.
Mehr Infos
- Ausstellungsseite der Kunsthalle München: „Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso“
- Ticket-Shop der Kunsthalle
- Spielstätten-Profil: Kunsthalle München (Hypo-Kulturstiftung)
- Auch bei kukumuc: „HAAR – MACHT – LUST“ in der Kunsthalle München
Quellen
- Kunsthalle München: Ausstellungsseite „Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso“ (Laufzeit, Öffnungszeiten, Ticket-Link, Kurator:innen, Werkzahl, Künstlerliste, Kooperation mit Museum Barberini), kunsthalle-muc.de, abgerufen am 26.09.2026
- muenchen.de: Veranstaltungsseite „Barcelona Moderna“ (Öffnungszeiten inkl. AfterworkKH-Hinweis, Adresse), muenchen.de, abgerufen am 26.09.2026
- Beitragsbild: Kunsthalle München in den Fünf Höfen, Theatinerstraße – Foto: Maximilian Dörrbecker, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons